LipoExpert – Ihre chirurgische Fachklinik für die Lipödem Behandlung

Was ist ein Lipödem? Hintergrundwissen zum Lipödem

Das Lipödem ist eine schwere Fettverteilungsstörung. Es kommt zu einer erhöhten Anzahl an krankhaft veränderten Fettzellen, hauptsächlich an den Ober- und Unterschenkeln. Aber auch an den Oberarmen. Lipödeme treten fast ausschließlich bei Frauen auf. Eine genaue Zahl der erkrankten Personen ist nicht zu ermitteln, man schätzt aber, dass in Deutschland mehr als eine Million Frauen unter einem Lipödem leiden bzw. anderen Schätzungen zufolge ca. 10 Prozent der deutschen Frauen betroffen sind.

Die Krankheit tritt immer symmetrisch auf und ist gekennzeichnet durch die enorme Volumenzunahme der beider Beine bzw. beider Arme. Bei den zumeist schlanken Patienten, steht dies im Kontrast zum Rest des Körpers.Im Gegensatz zu diesem symmetrischen Auftreten, kann bei einem Lymphödem auch nur an ein Bein oder ein Arm betreffen sein.

Bei den meisten Patientinnen sind überwiegend die Beine betroffen. Bei vielen Patientinnen sind sowohl Arme als auch Beine betroffen. Es gibt aber auch Patientinnen, bei denen sich das Lipödem isoliert an den Armen entwickelt, vor allem den Oberarmen. Zusätzlich kann eine familiäre Vorbelastung für das Erkennen eines Lipödems eine Rolle spielen. Die Erblichkeit ist nicht vollständig geklärt. Es kommt aber häufig vor, dass das Lipödem in der Familie, z.B. bei der Mutter oder Großmutter auftritt.

Die Betroffenen sind massiv in ihrer Lebensqualität eingeschränkt und leiden unter folgenden Beschwerden: Schmerzen (Berührungs- und Druckschmerz), Neigung zu Blutergüssen (Hämatomen), Spannungs- und Schweregefühl der Arme und Beine sowie Bewegungseinschränkungen.

Die Ursache ist bisher nicht bekannt. Es sind jedoch fast ausschließlich Frauen betroffen. Die Krankheit verfestigt sich in der Regel am Ende der Pubertät, kann jedoch auch zu einem späteren Zeitpunkt z.B. nach einer Schwangerschaft oder während der Wechseljahre (Klimakterium) auftreten. In etwa der Hälfte der Fälle geht die Erkrankung mit Übergewicht einher. Zudem wird von einer erblich bedingten Veranlagung der Betroffenen ausgegangen. In der Regel sind Frauen betroffen. Hier spielt offenbar vor allem ein Überschuss des weiblichen Hormons Östrogen eine entscheidende Rolle.

Das Lipödem ist medikamentös nicht heilbar und kann durch Sport oder Diäten nur wenig beeinflusst werden. Die symptomatische Therapie besteht derzeit aus einer Kombination aus Lymphdrainage, Bestrumpfung (Kompression), Bewegungstherapie und Hautpflege. Diese als kombinierte physikalische Entstauungstherapie (KPE) bezeichnete Behandlung kann allerdings die bestehende Fettvermehrung nicht beeinflussen. Dies gelingt nur durch eine Fettabsaugung (Liposuktion).

Hier lesen Sie nochmal zusammengefasst was ist ein Lipödem ist?

  • Eine lymphologische Erkrankung des Fettgewebes, an den Extremitäten (Arme, Beine)

  • Das betroffene Fettgewebe produziert übermäßig viel Flüssigkeit, die aber nur unzureichend abtransportiert wird.

  • Im Sinne einer Fettverteilungsstörung (voluminös, weich mit Auftreibungen sowie Dellen).

  • Häufig bei Druck von außen schmerzhaft.

  • Nur Frauen betreffend (weil Östrogen-Assoziiert!)

  • Seit der Pubertät bestehend und stetig fortschreitend!

  • Häufig von Mutter als “Veranlagung“ vererbt (meist auch bei Großmutter und / oder Schwester vorhanden).

  • Weder durch Sport oder Diäten reduzierbar!

  • Ist aber heilbar durch eine tiefe radikale Fettabsaugung (Liposuction), sowie eine begleitende vierwöchige manuelle Lymphdrainage (MLD) in Kombination mit tragen einer engen straffenden Kompressionskleidung!

  • Hoher (subjektiver) ästhetischer Stickmatisierungsgrad (“Teufelskreis“).

Liposuktion beim Lipödem

Bei der Liposuktion wird überschüssiges Fett verflüssigt und abgesaugt. Wie alle operativen Maßnahmen birgt die Liposuktion auch gewisse Risiken. Durch den Einsatz möglichst gewebeschonender Verfahren wird das Risiko für die Betroffenen minimal gehalten. Weitere Risiken können durch geeignetes Fachpersonal und qualifizierte Einrichtungen minimiert werden. Im Ergebnis kann durch die Liposuktion eine Verbesserung der krankheitsbedingten Beschwerden der Betroffenen erreicht werden und in den meisten Fällen die Häufigkeit der konservativen Therapie verringert oder ganz eingestellt werden.

Heutzutage wird die manuelle Lymphdrainage auch durch mechanische oder pneumatische Entstauungsverfahren ergänzt. Da der Erfolg der MLD jedoch nur temporär ist und kurz anhält, wird die Absaugung der krankhaften, Flüssigkeitsspeichernden Festzelten empfohlen, um eine anhaltende Heilung zu erzielen.

Stark durch Forschung

Neben der Diagnostik und Therapie von lipomatösen Erkrankungen sind die Spezialisten in der Lipoexpert Klinik auch an der ständigen Optimierung der Therapien und dem Gewinn von medizinischen Erkenntnissen interessiert. Ohne Forschungsarbeit kann es keinen Fortschritt geben. Nur durch wissenschaftliche Forschung kann das Krankheitsbild des Lipödems und Lymphödems weiter erforscht und entschlüsselt werden. Gleichzeitig kann durch die Zusammenarbeit von Lymphologen und Plastischen Chirurgen die Behandlung des Lipödems durch Liposuktion weiter verbessert werden. Deshalb sind wir Mitglied im europäischen Forschungs- und Förderverein der Lymphologie e.V. (EFFL e.V.). Der Verein unterstützt klinische Forschungsprojekte und beteiligt sich an vielfältigen Kooperationen und Projekten der Grundlagenforschung.

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Soul Feelings Fotografie – Corinna Hansen-Krewer

Die Symtome eines Lipödems

 

Wir schildern Ihnen hier mögliche Symptome eines Lipödems. Die Symptome unterscheiden sich von Patientin zu Patientin und sind immer individuell.

Die Patientinnen haben oft müde, geschwollene und schwere Beine. Besonders im Laufe des Tages kann der Beinumfang extrem zunehmen. Viele Frauen neigen zu Besenreisern. Es entstehen vermehrt und bei leichtem Druck Blutergüsse und blaue Flecken. Die Unterschenkel der Betroffenen nehmen besonders gegen Abend an Umfang zu. Starker Druck und Berührungsschmerz begleiten sie durchgehend. Knotige, weiche Haut, die im weiteren Verlauf der Krankheit noch zunimmt. Dellen in der Haut mit Orangenhaut – Symmetrische Schwellungen und Beulen sind die Regel. Bei hohen Temperaturen nehmen die Extremitäten erheblich an Umfang und Schwellung zu.

Die Ursachen eines Lipödems

 

Die genauen Ursachen sind noch nicht hinreichend erforscht. Viele Mediziner gehen jedoch davon aus, dass das Hormon Östrogen eine wichtige Rolle bei der Vermehrung und Andickung von Fettzellen spielt. Auch die vererbbaren Faktoren spielen vermutlich eine gewichtige Rolle. In den Familien der Betroffenen, treten bei rund 20 Prozent weitere Lipödeme auf. Im Gegensatz zu einer regulären Fettzunahme auf Grund von Übergewicht, wachsen nicht nur die Fettzellen, sondern die gesamte Struktur des Fettgewebes verändert sich.

  • Zuwachs an Fettzellen: Fettzellen vermehren sich, das Fettgewebe der unteren Haut wird voluminöser

  • Vermehrte, festere Strukturierung: Die Fettzellen formieren sich verstärkt zu lappenartigen Schichten im Gewebe. Diese Läppchen resultieren in verhärteten Knötchen, die sich auch erfühlen lassen.

Verlauf der Lipödem Erkrankung

Die starke Vermehrung der Fettzellen bewirkt einen massiven Sauerstoffmangel im Gewebe. Daraus resultiert ein Absterben von Teilen dieser Fettzellen. In der weiteren Folge nimmt ein chronischer Entzündungsprozess seinen Lauf, welcher in Gewebeschäden und damit verbundenen Schmerzen resultiert.

Die gesteigerte Durchlässigkeit der Gefäßwände, hat ein Austreten von Lymphe in das Gewebe zur Folge. Das umgebende Lymphgefäßsystem kann diese dann nicht mehr abtransportieren.  Betroffene Frauen verspüren in Folge ein unangenehmes, bis schmerzhaftes Druck- und Spannungsgefühl. Instabile, brüchige Blutgefäße führen zudem zum Auftreten von blauen Flecken.

Zu den körperlichen Veränderungen kommt eine massive psychische Belastung der Patientinnen. Viele Frauen haben bereits einen langen Leidensweg hinter sich, bevor Sie sich operieren lassen. Das dieser Weg meist so lang ist, liegt am Unverständnis und der Unwissenheit der betroffenen Frauen. Aber auch viele Mediziner stellen falsche oder irreführende Diagnosen; und das obwohl das Krankheitsbild Lipödem seit den 1950er Jahren bekannt ist.

Die drei Lipödem-Stadien

 

Das Krankheitsbild Lipödem wird von den Medizinern in drei verschiedene Stadien unterschieden:

  • Stadium 1: Die Haut ist glatt und das Fett ist in der Unterhaut noch gleichmäßig verteilt. Jedoch wird das Bindegewebe schon in diesem Stadium von der austretenden Lymphe geflutet und wird zunehmend weicher. Das Fettgewebe unter der Haut verdickt sich durch Flüssigkeitsansammlungen aus Gewebsflüssigkeit und Lymphe. Die Hautoberfläche wird leicht “wellig“ ähnlich wie bei Cellulite!

  • Stadium 2: Die ersten ertastbaren Knötchen bilden sich im Unterhaut-Fettgewebe. Die Haut zeigt unebene Stellen (Dellen), die zunächst einer Cellulite ähneln. Die Patientinnen verspüren in manchen Fällen Schmerzen. Das Fettgewebe ist verdickter, die Haut wirkt dadurch relativ grobknotig und weißt deutliche Dellen auf, wodurch der Umfang der Extremität (meist die Beine) zunimmt.  Die betroffenen Regionen werden Subjektiv als schwer “müde“ wahrgenommen.

  • Stadium 3: Im Unterhautgewebe kommt es vermehrt zu Verklebungen und schichtweisen Überlagerung von Bindegewebe. Diese Stellen verhärten sich zunehmend. Knie und Oberschenkel weisen immer mehr sichtbare Fetttaschen auf. Das Schmerzempfinden nimmt weiter zu. Das Fettgewebe ist stark verdickt, es können sich wegen der Gewebevolumenzunahme regelrechte “Hautlappen“ bilden. Insbesondere an den Beinen kann das Fettgewebe mit der Haut über die Knochen “lappen“. Jegliche negativ-Symptomatik wird als noch gravierender / schlimmer empfunden.

Der weitere Fortschritt der Erkrankung kann von Patientin zu Patientin unterschiedlich sein. Unbehandelt besteht aber das zusätzliche Risiko einer Lymphödem-Bildung. Konkret bedeutet das: das Gewebe ist nicht durchlässig für die Lymphflüssigkeit und es kommt zu einem Rückstau. Diese Gewebebereiche schwellen zusätzlich noch weiter an. Starke Formen von Lipödemen können sogar zu Gehproblemen und anderen Beeinträchtigungen von Bewegungsabläufen führen. Gepaart mit dem psychischen Leidensdruck auf Grund der unästhetischen Wirkung eines Lipödems, ist eine Lipödem OP dringend anzuraten.

 

Diagnose Lipödem

 

Welcher Arzt stellt die Diagnose Lipödem? Wie wird die Diagnose festgestellt?

Die Diagnose eines Lipödems erfolgt durch Phlebologen (Venenärzte), Gefäßspezialisten und Lymphologen. Damit das Lipödem zuverlässig erkannt wird, sind diese Fachärzte die richtigen Ansprechpartner und Spezialisten.

Eine apparative Untersuchung ist nicht nötig. Zwar könnte man die Dicke der Fettschicht per Ultraschall messen. Besonders typisch ist aber die dysproportionale Fettverteilung und der Bindegewebstyp. Gefäßerkrankungen sollten durch einen Phlebologen (Venenarzt), Gefäßspezialisten oder Lymphologen ausgeschlossen und eventuelle Schilddrüsendefizite vorab behandelt sein.

Die Diagnose Lipödem kann sicher gestellt werden, wenn die folgenden Kriterien aufgewiesen werden:

  • in der Regel sind die Extremitäten betont

  • Berührungsschmerzen oder Druckschmerzen

  • symmetrische, dysproportionale Fettdepots

  • Fettdepot am Schienbeinkopf innen

  • subjektive Neigung zu Spontan-Hämatomen

  • Orangenhaut (Cellulite)

  • Gonarthrose (im weiteren Verlauf)

  • eventuell metabolische Erkrankungen in der Folge

Lipödem Selbsttest

 

Viele Patientinnen haben Symptome und Beschwerden, bei denen ein Lipödem die Ursache sein kann. Mit dem von Lipoexpert speziell für Sie entwickelten Fragebogen, können Sie eine erste Selbsteinschätzung vornehmen.

 

1. Trotz Sport und Diäten Sport haben Sie keine Erfolge und erreichen Sie keine Gewichtsabnahme?

                             Ja                                                                              Nein

2. Ihr Oberkörper ist im Vergleich zum Unterkörper (Oberschenkel, Unterschenkel und Hüften) deutlich   kräftiger?

                             Ja                                                                               Nein

3. Ihre Beine fühlen sich insbesondere am Abend vermehrt schwer an und die Beschwerden nehmen zu? 

                             Ja                                                                              Nein

4. Sie haben häufig ein extremes Spannungs- und Schweregefühl in den Beinen?

                             Ja                                                                              Nein

5. Die Aktivität im Alltag und die Arbeit sind durch die Beschwerden der Beine eingeschränkt?

                            Ja                                                                               Nein

6. Sie sind sehr anfällig für blaue Flecken, ohne dass Sie sich gestoßen haben?

                             Ja                                                                              Nein

7. Füße und Hände sind im Vergleich zu den anderen Extremitäten eher schlank und scheinen wie ausgespart?

                            Ja                                                                               Nein

Bitte beantworten Sie die Fragen zum Lipödem. Je mehr Fragen mit “ja” beantwortet werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass bei Ihnen ein Lipödem vorliegt. Bitte beachten Sie auch, dass eine genaue Diagnose ausschließlich von einem Facharzt festgestellt werden kann.